BETTINA
MANGOLD
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Schüssler-Salze
Die Salze des Lebens: Dr. Schüsslers Biochemie
Als der Oldenburger Arzt Dr. med. Wilhelm Heinrich Schüssler im Jahre 1874 seine Schrift „Eine Abgekürzte Therapie“ veröffentlichte, stellte er ein straffes, an wissenschaftlichen Kriterien orientiertes Heilsystem vor. Später nannte er sein Heilsystem „biochemisch“, bzw. „Biochemie“.
Die damals an Universitäten gelehrte „Physiologische Chemie“ übernahm den von Dr. Schüssler geschaffenen Begriff „Biochemie“ für ihren Forschungszweig und meint auch heute genau das, was Dr. Schüssler bereits vor 130 Jahren begann – Erforschung der chemischen Zusammenhänge des lebenden Organismus.
Das griechische Wort „Bios“ heißt Leben, und „Chemie“ ist ein Zweig der Naturwissenschaft, der von den Eigenschaften, der Zusammensetzung und der Umwandlung der Stoffe und ihrer Verbindungen handelt. Biochemie ist somit die „Chemie des Lebens“, die Kunde vom Aufbau der gesamten organischen Welt, von den chemischen Vorgängen im menschlichen Organismus, in der Tierwelt und im Pflanzenreich.
Die biochemische Heilmethode beruht auf der Tatsache, dass im lebenden Organismus eine Reihe von Mineralstoffen enthalten sind. Auch im menschlichen Körper befinden sie sich, im Blut ebenso wie in den Zellen sämtlicher Organe. Sie sind zwar unterschiedlich in Menge und Konzentration, doch in harmonischer Ausgewogenheit und für den Körperaufbau ebenso unerlässlich wie für den ordnungsgemäßen Ablauf aller Funktionen.
Dr. Schüssler stellte im Körper 12 besonders wichtige Mineralsalzverbindungen fest:
1. Calcium fluoratum
2. Calcium phosphoricum
3. Ferrum phosphoricum
4. Kalium chloratum
5. Kalium phosphoricum
6. Kalium sulfuricum
7. Magnesium phosphoricum
8. Natrium chloratum
9. Natrium phosphoricum
10. Natrium sulfuricum
11. Silicea
12. Calcium sulfuricum
Jedes einzelne dieser Salze übt einen bestimmten Einfluss auf die Funktionen der Körperorgane aus. Man nennt sie daher biochemische Funktionsmittel. Wir finden sie als anorganische Bestandteile in unserem Organismus, wo sie für sämtliche Körperfunktionen unerlässlich sind.
Im Blut ist sämtliches Material für alle seine Teile enthalten, denn es besteht aus Wasser, Zucker, Fett und Eiweißstoffen, sowie aus den vorgenannten Mineralien. In den Haargefäßen, wo die feinsten Verzweigungen der Arterien in das Venensystem übergehen, befindet sich gewissermaßen ein Sammelbecken, aus dem jeder Teil des Körpers, je nach seiner Zusammensetzung, das erhält, was zu seinem Aufbau und zu seinem Unterhalt nötig ist. Hier beginnt die Bildung und die Entwicklung der Zellen. Hieraus entstehen wieder die Gewebe, also die Muskeln, die Sehnen, die Knorpel und die Knochen.
In den Muskeln finden wir als Hauptbestandteile Kalium, Magnesium und Eisen, im Bindegewebe Schwefel und Silicea, in den Knochen Calcium fluoratum und Calcium phophoricum. Die Haare enthalten Silicea und Eisen.
Treten nun durch irgendwelche Einflüsse auf den Organismus Störungen im Gleichgewicht der biochemischen Salze ein, sei es, dass ihre Zufuhr zu gering ist oder die Entfernung der verbrauchten nicht vonstatten geht, so haben wir das vor uns, was wir Krankheit nennen.
Dr. Schüssler: „Das biochemische Heilverfahren liefert dem Heilbestreben der Natur die demselben fehlenden natürlichen Mittel: die anorganischen Salze. Die Biochemie bezweckt die Korrektion der von der Norm abgewichenen physiologischen Chemie.“
Schüssler hat die Grundzüge seiner Therapie in der schon erwähnten Schrift „Eine Abgekürzte Therapie“ niedergelegt, die bis zu seinem Tode bereits in 25 Auflagen erschienen war, ein Beweis, wie groß das Interesse an gesundheitlicher Aufklärung schon damals war.
Mittels der Anlitz-Diagnostik nach Kurt Hickethier ist es möglich hinter der äußeren Erscheinung des Gesichts den jeweiligen Mineralstoffmangel zu erkennen.
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